Foto: Winde - Turmzimmer der Historischen Dauerausstellung Zum Hauptmenü
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Historische Ausstellung und Schloßpark


 
Öffnungszeiten:
 Di. - So., 14 - 18 Uhr, Mo. geschlossen
 Führungen nach Absprache 
 Tel: (0201) 88 44 219

 kulturzentrum@schlossborbeck.essen.de


   

 

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 Galerie Historische Schloss-Ansichten

 Galerie  Umbau Schloß Borbeck 2005

 

  

Austellungen und Veranstaltungen
im Schloß Borbeck sind barrierefrei zugänglich.


  





 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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 S c h l o ß  B o r b e c k  u n d  d i e  F ü r s t  Ä b t i s s i n n e n

 

Dauerausstellung - Foto: Winde - Historische Dauerausstellung - Foto Winde







Blick in die
Historische Dauerausstellung


Ein Tanzschuh, Tarotkarten, ein Schachspiel, Frankenthaler Porzellan, Münzen... – das sind einige
der Höhepunkte der Historischen Dauerausstellung „Schloß Borbeck und die FürstÄbtissinnen“.
Auf rund 200 Quadratmetern bietet die Ausstellung im Schloß Borbeck Besuchern einen Einblick
in die Geschichte des Schlosses und darüber hinaus in jenen Teil der Historie von Stift und Stadt Essen, in der Frauen die Geschicke des Fürstentums Essen leiteten – und das zeitweise auch
von Borbeck aus.

Vue du chateau de Borbeck, Kupferstich, 1756








Kanonikus Biesten:
Vue du chateau de Borbeck,
Kupferstich, 1756


Heute ist Schloß Borbeck die einzige noch erhaltene Residenz der Essener FürstÄbtsissinnen.
Für die Essener Stadtgeschichte ist das Schloss mit seiner wechselvollen, mehr als
tausendjährigen Geschichte daher von einzigartiger Bedeutung.

 

FürstÄbtissin Franziska Christine







J. Schmitz:
FürstÄbtissin Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach
mit ihrem Kammermohr Ignatius Fortuna,
Öl / Leinwand, 1772


Die Geschichte von Schloß Borbeck ist eng mit der Stadtgeschichte verbunden...

Werfen Sie einen Blick in die Ausstellung...

Bereits die Heberolle aus dem 9. Jahrhundert führt den Oberhof Bort(h)beki auf. Die Essener Äbtissinnen bauen diesen Oberhof seit dem 13. Jahrhundert nach und nach zu ihrer Residenz
aus. Sein heutiges Aussehen erhält das Schloss unter FürstÄbtissin Franziska Christine von
Pfalz-Sulzbach (1726-76), die den Renaissancebau 1744 und 1764 um barocke Elemente
erweitern lässt.

Wappen - Foto: Peter Wieler - Wappen über dem Einang zum Schloss

 

 

Wappen der FürstÄbtissin
Franziska Christine von Pfalz-Sulzbach
(1726-1776) über dem Eingang
zum Schloß Borbeck

 

Heute erinnert das Wappen über dem Eingang zum Schloss an ihr Wirken.
Begeben Sie sich auf die Spuren der Essener FürstÄbtissinnen: Die erste Äbtissin, die im
einstigen Hof, dem heutigen Schloß Borbeck urkundete, Äbtissin Beatrix von Holte (1292-1327),
begrüßt Sie auf Ihrem Rundgang durch die Ausstellung stellvertretend für die 48 namentlich
überlieferten Äbtissinnen. Sie alle bauten die religiöse Stiftung zu einem Machtzentrum aus, das
Reichspolitik im Inneren umsetzte und nach außen mit gestaltete.

Rund um den so genannten Altfrid-Bau, die heutige Münsterkirche, dreht sich daher alles um die wirtschaftlichen Grundlagen, auf denen das Stift Essen beruhte. Anhand von Urkunden
lassen sich die immensen Schenkungen nachvollziehen. Ebenso der Neid der benachbarten Territorialherren, die im Laufe der Essener Stiftsgeschichte immer wieder versuchten, ihren
Einfluss auf das Stift Essen auszudehnen.

Doch die Essener Äbtissinnen behaupteten sich nicht nur gegen ihre Widersacher, sondern
bauten ihrerseits ihre weltliche Macht immer weiter aus. Seit dem 14. Jahrhundert sind sie
zugleich auch Reichsfürstinnen. Sie stellen Geleitbriefe aus und lassen Münzen prägen, sie
verfügen über das Zoll- und das Marktrecht.







W. Immenkamp
Fürstäbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt
1903, BMV-Schule, Essen


Die Essener Regentinnen stehen ebenso für Religion und Wertevermittlung. Erinnert sei an
die großartigen Kunstwerke, die die Äbtissinnen und Stiftsdamen in Auftrag gaben: Goldene
Madonna, siebenarmiger Leuchter, Vortragekreuze... Für diese Kunstschätze gilt die Essener
Domschatzkammer neben der Aachener als die bedeutendste Deutschlands. Darüber hinaus
setzten sich die Essener FürstÄbtissinnen immer wieder für die Bildung der Mädchen ein. In der Frühzeit gab es ein Skriptorium, später unter FürstÄbtissin Anna Salome von Salm-Reifferscheidt entstand gegen den Widerstand der Stadt Essen die B.M.V.-Schule, noch heute eine Mädchenschule von hervorragendem Ruf. Erinnert sei auch an die bis heute bestehende Fürstin-Franziska-Christine-Stiftung in Steele.

Der Beginn der Industrialisierung, den die letzte FürstÄbtissin Maria Kunigunde von Sachsen mit
dem Bau der ersten Hütte auf dem Stiftsgebiet förderte, und die Säkularisation, die Aufhebung und Inbesitznahme des Stiftes 1802/03 durch Preußen, runden die Historische Dauerausstellung ab.

Porzellan - Foto: Birthe Marfording - Frankenthaler Porzellan, um 1770





Frankenthaler Porzellan, um 1770,
Leihgabe des Hetjens-Museums, Düsseldorf

 

Alter Schuh - Foto: Birthe Marfording - Tanzschuh der FürstÄbtissin




Tanzschuh der FürstÄbtissin Maria Kunigunde
von Sachsen, 18. Jh., Leder mit Stoffeinfassung
und Stickereien,
Leihgabe des Mittelrhein-Museums Koblenz

 

Schließlich erhält der Besucher noch einen Einblick in das feudale Leben am Hof mit Kunst,
Musik, Spiel und Tanz. Zu bewundern sind hier ein Tanzschuh der letzten Essener FürstÄbtissin,
ein Schachspiel und Frankenthaler Porzellan.


Schloß Borbeck in Privatbesitz...

Nach der Säkularisation 1803 kommt das Schloss samt seinem Park zunächst in den Besitz der preußischen Staats- und Domänenkammer. Schon bald wird es privat veräußert. 1826 erwirbt
Clemens Freiherr von Fürstenberg das gesamte Anwesen. Er lässt die alten Gesinde- und Wirtschaftsgebäude abreißen und 1842 durch den Essener Baumeister Heinrich Theodor Freyse ein Wirtschaftsgebäude im spätklassizistischen Stil errichten. Über dem Eingang dieses Gebäudes befinden sich neben Fassadenschmuck der Weserrenaissance von Schloss Horst in Gelsenkirchen
die Wappen des Erbauers und seiner Ehefrau.

Seit 1941 ist die Stadt Essen Eigentümerin der gesamten Schlossanlage samt dem Schlosspark.
In den sechziger Jahren werden die Innenbereiche des Schloss- und Wirtschaftsgebäudes
umfangreich umgebaut. Eine weitere grundlegende Umgestaltung erfährt das Haupthaus des
Schlosses in den Jahren 2000 und 2005. Heute wird die besondere stadt- und baugeschichtliche Bedeutung des Schlosses betont.

Erfahren Sie mehr...   Infos zur Historischen Dauerausstellung im Schlß Borbeck

Das Schlosstor, das größte öffentlich zugängliche schmiedeeiserne Kunstwerk auf Essener
Boden, gibt den Blick frei in den herrlichen, 42 ha großen Schlosspark.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

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 S c h l o s s p a r k



Er gilt als eine der ältesten gestalteten Parkanlagen des Rheinlands. Im 18. Jahrhundert ließ die letzte Essener FürstÄbtissin, Maria Kunigunde von Sachsen (1776-1803), den Garten im „englisch-chinoisen“ Stil umgestalten.

Schlosspark - Foto: K. Plewnia - Ruine im Park von Schloß Borbeck

 

 

 

 

Ruine im Schlosspark um 1920


Dazu gehörten schmückende Elemente, wie ein Pavillon, ein „Wirtshäusgen“ und ein „Bauernhäusgen“ sowie eine künstliche Ruine. Neben dieser besonderen Form des englischen Landschaftsgartens zeigt der Schlosspark bis heute auch Merkmale eines barocken Gartens:
die von geraden Wegen gesäumte, axial auf das Schloss zuführende einstige Kaskadenanlage.

Welche gestalterischen Elemente auch gerade ’en vogue’ gewesen sind: Seitdem die
FürstÄbtissinnen im 16. Jahrhundert damit begonnen hatten den einstigen Buchenwald in
einen Waldpark umzuwandeln, repräsentierte der Park stets Reichtum und Macht der Obrigkeit.

Schloßpark - Foto: T.A. Winter - genießen Sie einen Spaziergang im Schlosspark

 

 

 

 

Blick in die heutige Parkanlage

Heute dient der Schlosspark vor allem der Naherholung. Die besondere Bedeutung und Struktur
dieses historischen Parks soll sich dem Besucher künftig deutlicher erschließen, indem die historischen Parkelemente wieder erlebbar werden.

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